From KI-Richtlinie für Kanzleien und Rechtsabteilungen
Anonymizes and pseudonymizes client data before AI input for legal professionals. Structures document content, identifies gaps, and provides a risk assessment with replacement protocol.
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Anonymisierung und Pseudonymisierung von Mandatsdaten vor KI-Eingabe: Anwendungsfall Anwalt will Mandatsdokument in KI-System eingeben und muss Namen Adressen Aktenzeichen und Identifikatoren schützen. Art. 4 Nr. 5 DSGVO Pseudonymisierung, Art. 2 Abs. 1 DSGVO Anwendungsbereich, § 43a BRAO Verschwiegenheit. Prüfraster Stufenmodell Anonymisierung vs. Pseudonymisierung, Re-Identifikationsrisiko pr...
Anonymisierung und Pseudonymisierung von Mandatsdaten vor KI-Eingabe: Anwendungsfall Anwalt will Mandatsdokument in KI-System eingeben und muss Namen Adressen Aktenzeichen und Identifikatoren schützen. Art. 4 Nr. 5 DSGVO Pseudonymisierung, Art. 2 Abs. 1 DSGVO Anwendungsbereich, § 43a BRAO Verschwiegenheit. Prüfraster Stufenmodell Anonymisierung vs. Pseudonymisierung, Re-Identifikationsrisiko prüfen, Platzhalter-Konsistenz bei Mehrfachverwendung. Output anonymisiertes Dokument mit Ersetzte-Felder-Protokoll und Risikobewertung. Abgrenzung zu DSGVO-Compliance-Bausteine und zu Berufsrecht-Bausteine. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.
Die Anonymisierung von Mandatsdaten vor der Eingabe in KI-Systeme ist eine der wichtigsten praktischen Schutzmaßnahmen in der Kanzlei. Echte Anonymisierung — bei der ein Personenbezug nicht mehr herstellbar ist — schließt die Anwendbarkeit der DSGVO aus und reduziert das Berufsrechtsrisiko erheblich. Pseudonymisierung mindert das Risiko, schließt die DSGVO aber nicht aus. Dieser Skill beschreibt ein praxistaugliches Stufenmodell.
Erwägungsgrund 26 DSGVO: Anonymisierte Daten fallen nicht unter die DSGVO — aber die Anonymisierung muss irreversibel sein. Art. 4 Nr. 5 DSGVO: Pseudonymisierung als Verarbeitungstechnik, die den Personenbezug ohne Zusatzinformationen nicht mehr herstellen lässt. Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO: Datenminimierungsgrundsatz. Art. 25 DSGVO: Datenschutz durch Technikgestaltung (Privacy by Design). § 43a Abs. 2 BRAO: Die Anonymisierung reduziert das Risiko eines Geheimnisverrats, da der Chatbot ohne Personenbezug keine Mandanteninformationen identifizieren kann. Erwägungsgrund 28 DSGVO: Pseudonymisierung als geeignete Schutzmaßnahme.
Baustein Anonymisierungspflicht: Vor der Eingabe mandatsbezogener Informationen in KI-Systeme sind alle personenbezogenen Daten zu anonymisieren. Die Anonymisierung hat so vollständig zu sein, dass aus dem anonymisierten Text keine Rückschlüsse auf die betroffene Person möglich sind. Zu anonymisierende Informationen umfassen mindestens: vollständige Namen aller Beteiligten, Adressen und Kontaktdaten, Aktenzeichen und Verfahrensnummern, Kontonummern und Finanzdaten, Geburtsdaten sowie alle Angaben, die in Kombination zur Identifizierung führen könnten.
Baustein Platzhalter-Schema: Beim Ersetzen personenbezogener Daten durch Platzhalter wird folgendes Schema verwendet:
Baustein Re-Identifikationscheck: Nach abgeschlossener Anonymisierung ist das Dokument von einer zweiten Person auf verbliebene Re-Identifikationsrisiken zu überprüfen (Vier-Augen-Prinzip). Besonders kritisch zu prüfen sind seltene Kombinationen von Merkmalen (z.B. spezifische Branche + bestimmter Regionalmarkt + besonderes Schadensgeschehen), die auch ohne Namen zur Identifizierung führen können.
Automatisierungs-Tools für die Anonymisierung entwickeln sich rasch weiter. Die Kanzlei sollte halbjährlich prüfen, ob neue oder verbesserte Tools zur Verfügung stehen. Ebenso sind neue Datenschutzbehörden-Empfehlungen zur Anonymisierung zu beachten.
Adressat: Kanzlei intern (Akte) — Tonfall: knapp, dokumentierend
ANONYMISIERUNGSPROTOKOLL
[DATUM] — [AKTENZEICHEN] — Dokument: [BEZEICHNUNG]
Anonymisiert von: [NAME]
Datum: [DATUM]
Verfahren: Platzhalter-Schema (M1/G1/Z1/Az-1)
Ersetzte Kategorien:
☑ Namen
☑ Adressen
☑ Aktenzeichen
☑ Geburtsdaten
☑ Kontonummern
☐ Gesundheitsdaten (falls betroffen)
☐ Sonstige: [BESCHREIBUNG]
Re-Identifikationsrisiko-Check:
Vier-Augen-Pruefung durch: [NAME]
Ergebnis: [KEIN RISIKO / RISIKO — WEITERE SCHWAERZUNG: BESCHREIBUNG]
Anonymisierungsgrad: [ANONYMISIERT / PSEUDONYMISIERT]
DSGVO anwendbar: [JA / NEIN]
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Die Richtlinie muss Berufsrecht, Verschwiegenheit, Datenschutz, Arbeitsrecht und technische Organisation getrennt abbilden. Paragraf 43a Absatz 2 und Paragraf 43e BRAO, Paragraf 203 StGB sowie Artikel 5, 28 und 32 DSGVO nur für den jeweils geregelten Vorgang verwenden. Rechtsprechung nur mit einer konkret passenden tragenden Aussage aufnehmen.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
npx claudepluginhub klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --plugin ki-richtlinie-kanzleienRedacts/anonymizes attachments in legal briefs: structures facts, norms, burden of proof, counterarguments, and next steps; produces a usable work product with checkpoints, risks, and next action.
Prüft die berufsrechtliche und datenschutzrechtliche Compliance beim Einsatz externer IT- und KI-Dienstleister in Kanzleien (§ 203 StGB, Art. 28 DSGVO) und liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortmaßnahmen.
Documents necessity (Erforderlichkeit) of disclosing client secrets to AI service providers under German professional law. Provides compliance memos, risk matrices, and negotiation lines.