From KI-Richtlinie für Kanzleien und Rechtsabteilungen
Ordnets Akteninhalt, Belege, Lücken und Nachforderungen für DSGVO-Dokumentationspflichten bei KI-Nutzung in Kanzleien; liefert Beweislast- und Substantiierungsmatrix.
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Dokumentationspflichten und beweissichere Protokollierung von KI-Nutzung in Kanzleien: Anwendungsfall Kanzlei muss KI-Inputs und KI-Outputs nachvollziehbar dokumentieren für Datenschutzbehörden, Mandanten-Beschwerden oder berufsrechtliche Verfahren. Art. 5 Abs. 2 DSGVO Rechenschaftspflicht, Art. 13 DSGVO Informationspflichten, § 43a BRAO Pflicht zur Aktenführung. Prüfraster Prüfprotokoll-Standa...
Dokumentationspflichten und beweissichere Protokollierung von KI-Nutzung in Kanzleien: Anwendungsfall Kanzlei muss KI-Inputs und KI-Outputs nachvollziehbar dokumentieren für Datenschutzbehörden, Mandanten-Beschwerden oder berufsrechtliche Verfahren. Art. 5 Abs. 2 DSGVO Rechenschaftspflicht, Art. 13 DSGVO Informationspflichten, § 43a BRAO Pflicht zur Aktenführung. Prüfraster Prüfprotokoll-Standard, Versionsstand, Prüfer und Freigabe, Aufbewahrungsfristen. Output Protokollvorlage für KI-Einsatz mit Pflichtfeldern und Aufbewahrungsplan. Abgrenzung zu DSGVO-Compliance-Bausteine und zu Richtlinien-Update-Zyklus. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.
Eine lückenlose Dokumentation des KI-Einsatzes ist nicht nur eine DSGVO-Pflicht (Art. 5 Abs. 2 Rechenschaftspflicht), sondern auch ein zentrales Instrument zur Haftungsvermeidung. Im Fall eines berufsrechtlichen Verfahrens, einer Datenschutzbehörden-Kontrolle oder einer Mandanten-Beschwerde muss die Kanzlei darlegen können, wie KI-Systeme eingesetzt wurden und wie die Prüfpflichten erfüllt wurden.
Art. 5 Abs. 2 DSGVO: Rechenschaftspflicht — die Kanzlei muss die Einhaltung der DSGVO-Grundsätze nachweisen können. Art. 30 DSGVO: Verarbeitungsverzeichnis — KI-gestützte Verarbeitungen sind einzutragen. Art. 33, 34 DSGVO: Dokumentation bei Datenschutzverletzungen. § 43 BRAO: Gewissenhaftigkeit schließt nachweisbare Prüfpflichten ein. § 50 BRAO, § 50a BRAO: Handaktenführung und Aufbewahrungspflichten (5 Jahre nach Mandatsende). Art. 26 Abs. 5-6 KI-VO: Protokollierungspflichten bei Hochrisiko-Systemen; für Standard-Kanzlei-Chatbots keine spezifische KI-VO-Pflicht, aber interne Dokumentation als Best Practice. BRAK-Hinweise 12/2024: Prüfung und Dokumentation als Kernpflicht.
Vorab: Der untenstehende ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Standard — KI-Nutzungsprotokoll für Kanzlei erstellen | Protokoll nach Schema; Template unten |
| Variante A — Nur bestimmte KI-Tools zu protokollieren | Selektive Protokollierung; nicht alle Tools erfassen |
| Variante B — Retrospektive Dokumentation vergangener Nutzung | Nacherfassung mit Schatzwerten; Vollstaendigkeit vermerken |
| Variante C — Automatisierte Protokollierung per Tool | Tool-gestuetztes Protokoll; manuelle Felder minimieren |
Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
Muster-Prüfprotokoll:
| Datum | Dokument | KI-System | Prüfende Person | Geprüfte Fundstellen | Ergebnis | Freigabe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TT.MM.JJJJ | [Schriftsatz XY] | [Chatbot-Dienst, Version] | [Name] | [Fundstelle geprüft: Ja/Nein, Quelle] | [keine Fehler / Korrekturbedarf] | [Unterschrift] |
Baustein Verarbeitungsverzeichnis-Eintrag: Verarbeitungstätigkeit: Unterstützung bei der Erstellung juristischer Texte durch KI-Assistenzsysteme. Zweck: Effizienzsteigerung bei der Mandatsbearbeitung. Kategorien personenbezogener Daten: Mandantendaten (anonymisiert soweit möglich), Verfahrensdaten. Empfänger: [Name KI-Anbieter] als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Drittlandtransfer: [Ja/Nein; falls ja: Rechtsgrundlage]. Löschfrist: Sofortige Verarbeitung ohne dauerhafte Speicherung durch den Anbieter (sofern Training-Opt-out vereinbart).
Baustein Handakten-Dokumentation: Wird in einem Mandat ein KI-System für die Erstellung wesentlicher Dokumente eingesetzt, ist in der Handakte zu vermerken: (1) welches KI-System wann eingesetzt wurde, (2) welche Aufgaben damit erledigt wurden, (3) welche Prüfschritte durchgeführt wurden und (4) wer die abschließende Freigabe erteilt hat.
--- vor Versand klären ---
Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen für ein klärenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.
Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.
Anforderungen an die Dokumentation können sich durch neue DSGVO-Leitlinien des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA) oder durch berufsrechtliche Konkretisierungen der BRAK weiterentwickeln. Ebenso ist zu beobachten, ob Gerichte in Haftungsfällen konkrete Dokumentationsanforderungen an die KI-Nutzung stellen.
Adressat: Kanzlei intern (Akte) — Tonfall: kurz, dokumentierend
KI-NUTZUNGSPROTOKOLL
[DATUM UHRZEIT] — [AKTENZEICHEN] — Sachbearbeiter: [NAME]
KI-System: [SYSTEMNAME] — Version: [MODELL/VERSION]
Anwendungsfall: [BESCHREIBUNG z.B. Schriftsatz-Entwurf, Recherche]
Eingabe: [KURZBEZEICHNUNG — anonymisiert: JA/NEIN]
Ausgabe: [KURZBEZEICHNUNG]
Pruefung der Ausgabe:
Geprueft von: [NAME]
Datum: [DATUM]
Ergebnis: [FEHLERFREI / KORREKTUREN VORGENOMMEN — BESCHREIBUNG]
KI-Fundstellen verifiziert: [JA / NICHT ZUTREFFEND]
Kennzeichnung im Schriftsatz: [JA — Fundstelle: / NEIN — Begruendung:]
Aufbewahrung bis: [DATUM gemaess § 50 BRAO]
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
npx claudepluginhub klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --plugin ki-richtlinie-kanzleienOrganizes evidence and documentation for professional law compliance (Berufsrecht) regarding AI use in law firms. Provides checklists for audits, proof of confidentiality, and data protection.
Reviews AI governance and professional law compliance in corporate law firms: checks deadlines, form, jurisdiction, and immediate measures. Provides risk traffic light with action steps.
Documents necessity (Erforderlichkeit) of disclosing client secrets to AI service providers under German professional law. Provides compliance memos, risk matrices, and negotiation lines.