From KI-Richtlinie für Kanzleien und Rechtsabteilungen
Zerlegt GeschGehG-Bausteine für KI-Nutzungsrichtlinien in Kanzleien nach Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und Output. Liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.
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GeschGehG-Bausteine für KI-Nutzungsrichtlinien in Kanzleien: Anwendungsfall Kanzlei muss beim KI-Einsatz Geschäftsgeheimnisse von Mandanten und eigene Kanzleiinformationen schützen. § 1 Abs. 3 Nr. 1 GeschGehG angemessene Geheimhaltungsmassnahmen, § 203 StGB Berufsgeheimnis, §§ 43a und 43e BRAO. Prüfraster Geheimnisqualifikation der Mandatsinformationen, angemessene technische Maßnahmen, Vertrag...
GeschGehG-Bausteine für KI-Nutzungsrichtlinien in Kanzleien: Anwendungsfall Kanzlei muss beim KI-Einsatz Geschäftsgeheimnisse von Mandanten und eigene Kanzleiinformationen schützen. § 1 Abs. 3 Nr. 1 GeschGehG angemessene Geheimhaltungsmassnahmen, § 203 StGB Berufsgeheimnis, §§ 43a und 43e BRAO. Prüfraster Geheimnisqualifikation der Mandatsinformationen, angemessene technische Maßnahmen, Vertragspflichten für KI-Dienstleister. Output GeschGehG-Bausteine für KI-Richtlinie mit konkreten Formulierungen. Abgrenzung zu Berufsrecht-Bausteine und zu Musterklauseln-IT. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.
Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) ergänzt das anwaltliche Berufsrecht und das Datenschutzrecht um einen spezifischen zivilrechtlichen Geheimnisschutz. Beim Einsatz von KI-Systemen in Kanzleien ist das GeschGehG relevant, wenn vertrauliche Mandatsinformationen, die als Geschäftsgeheimnis qualifizieren, an externe KI-Dienstleister übermittelt werden.
§ 2 Nr. 1 GeschGehG: Definition des Geschäftsgeheimnisses — vertrauliche Information mit wirtschaftlichem Wert, für die angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen getroffen wurden. § 1 Abs. 3 Nr. 1 GeschGehG: Das GeschGehG lässt berufs- und strafrechtliche Vorschriften unberührt — § 203 StGB und §§ 43a, 43e BRAO bleiben vorrangig. § 4 GeschGehG: Verbotene Handlungen — Erlangung, Nutzung und Offenlegung ohne Zustimmung. § 10 GeschGehG: Schadensersatzansprüche. Richtlinie (EU) 2016/943 (Trade Secrets Directive) als unionsrechtliche Grundlage.
musterklauseln-it-vertrag).Baustein Geschäftsgeheimnisschutz: Vertrauliche Informationen von Mandanten, die als Geschäftsgeheimnisse im Sinne des § 2 Nr. 1 GeschGehG qualifizieren, dürfen nur mit Zustimmung des Mandanten in KI-Systeme eingegeben werden. Die Kanzlei ergreift angemessene Schutzmaßnahmen im Sinne des GeschGehG: Zugangsbeschränkungen zu KI-Systemen auf autorisiertes Personal, vertragliche Verschwiegenheitspflichten gegenüber KI-Dienstleistern sowie Dokumentation der getroffenen Maßnahmen.
Baustein Verhältnis zu § 203 StGB: Der berufs- und strafrechtliche Schutz nach § 203 StGB bleibt nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GeschGehG von den Regelungen des GeschGehG unberührt. In der anwaltlichen Praxis überlagert § 203 StGB in Verbindung mit §§ 43a, 43e BRAO den Schutz des GeschGehG vollständig. Die Einhaltung der berufsrechtlichen Anforderungen stellt zugleich sicher, dass auch die Anforderungen des GeschGehG erfüllt sind.
Baustein Mandanteninformation: Mandanten sind vor dem Einsatz von KI-Systemen für die Bearbeitung ihrer Angelegenheiten darauf hinzuweisen, wenn dabei Informationen, die Geschäftsgeheimnisse des Mandanten darstellen könnten, an KI-Dienstleister übermittelt werden. Die Zustimmung des Mandanten ist einzuholen, bevor der Schutz durch eine (auch versehentliche) Offenlegung erlischt.
Das GeschGehG ist ein vergleichsweise junges Gesetz (in Kraft seit 26. April 2019), das sich in der Rechtsprechung noch weiter konturiert. Neue Entscheidungen des BGH oder der Oberlandesgerichte zum GeschGehG im Kontext digitaler Dienstleistungen sind zu beobachten und ggf. in die Richtlinie einzuarbeiten.
Adressat: Kanzlei-Mitarbeiter / Rechtsabteilung — Tonfall: verbindlich, schutzbewusst
GESCHAEFTSGEHEIMNIS-BAUSTEIN (GeschGehG)
Fuer: KI-Nutzungsrichtlinie [KANZLEI] — Stand: [DATUM]
§ [X] SCHUTZ VON GESCHAEFTSGEHEIMNISSEN BEIM KI-EINSATZ
(1) Mandatsdaten, Strategieunterlagen und sonstige Informationen, die dem GeschGehG
oder der anwaltlichen Verschwiegenheit unterfallen, duerfen nur in KI-Systeme
eingegeben werden, die eine Verarbeitung ohne Training auf Eingaben gewährleisten
(§ 2 Nr. 1 GeschGehG i.V.m. § 43a Abs. 2 BRAO).
(2) Vor Eingabe ist zu pruefen: Erlaubt der KI-Anbieter Training auf die Daten?
Kann durch die Eingabe der Geheimnischarakter verloren gehen?
(3) Mit jedem KI-Anbieter muss ein Vertraulichkeitsvertrag oder AVV nach Art. 28 DSGVO
abgeschlossen sein, der die Nutzung zur Modellverbesserung ausschliess.
(4) Verletzungen sind sofort dem Compliance-Officer zu melden: [KONTAKT]
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
npx claudepluginhub klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --plugin ki-richtlinie-kanzleienGenerates professional conduct text modules for AI usage policies in law firms, covering confidentiality, diligence, and personal responsibility.
Guides analysis of law firm AI outsourcing and professional secrecy under European tech regulation law. Structures facts, norms, burden of proof, counterarguments, and next steps with a compliance checklist.
Prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen bei berufsrechtlichen KI-Verträgen; liefert Chronologie mit Belegmatrix und Widerspruchsliste.